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Unsere Angebote für Ihr Kind

KINDERKÜCHE

 

In der Kinderküche wird mit den Kindern gekocht, gebacken und zubereitet. Sie lernen den richtigen Umgang mit Haushaltsgeräten, wodurch die Feinmotorik gefördert wird. Durch das hauswirtschaftliche Tun erfahren sie viel über gesunde Ernährung, über Mengen und Maßeinheiten. Die zubereiteten Gerichte z.B. Eintopf werden mit allen Kindern in Tischgemeinschaft gegessen. Dies ist eine wertvolle Erfahrung.

 

 

GEMÜSE ERNTEN

Unsere Einrichtung verfügt über ein Kräuterrad sowie mehrere große Kästen zum Anbau von Gemüse, die von den Kindern bewirtschaftet werden. Den Kindern wird so die Gelegenheit gegeben den Ernährungskreislauf kennenzulernen. Sie erleben Naturerfahrung, übernehmen Verantwortung und werden zur gesunden Ernährung hingeführt. Im Frühjahr wird gesät und gesetzt, dann gepflegt  und gehegt nach einem Gartenplan, der in jeder Gruppe mit den Kindern aufgestellt wird. Zubereitet und gekocht oder eingemacht wird dann alles in der Kinderküche.

 

 

GESUNDES FRÜHSTÜCK

 

Im Abstand von ca. 6 Wochen wird in jeder Gruppe ein „gesundes Frühstück“ in der Kinderküche zubereitet. Die Kinder backen z.B. Vollkornbrötchen, stellen Müsli oder Obstsalat her, schneiden Gemüse je nach Saison, z.B. Paprika, Tomaten, Salatgurken, Kohlrabi, Möhren und vieles mehr. Es wird mit den Kindern erarbeitet, welche Zutaten gesund und welche z.B. viel Zucker oder Fette enthalten, außerdem lernen die Kinder die verschiedensten Obst – und Gemüsesorten kennen.

Im Wechsel dazu findet ein „gesundes Frühstück“ mit Einkauf statt. Die Kinder entscheiden sich dabei vorher bewusst, was sie an diesem Tag frühstücken möchten. Eine Fachkraft der Gruppe geht dann mit einigen Kindern der Gruppe zum Lebensmittelgeschäft und kauft die Zutaten für das „gesunde Frühstück“ ein. Dabei erfahren die Kinder, wo Lebensmittel eingekauft werden und es selbstständig zu tun.

Eine wichtige Erfahrung ist für die Kinder auch die Gemeinschaft beim „gesunden Frühstück“. Die Kinder fühlen sich gegenseitig aufgenommen, wenn sie sich z.B. die Butter reichen, oder beim Brötchen belegen helfen. Sie erlernen Höflichkeitsformen, wenn sie sich gegenseitig „Guten Appetit“ sagen und später auch warten, bis alle mit dem Essen fertig sind, bevor sie aufstehen.

 

 

RUHERBEREICH

 

Unser Ruherbereich wird vielfältig genutzt. In diesem Bereich befinden sich viele Materialien um hier religionspädagogisch mit den Kindern arbeiten zu können. Ebenso befinden sich hier viele Musik- und Klanginstrumente um so die Musikalität zu fördern und Phantasiereisen durchzuführen.

Die Förderung der Wahrnehmung wird in Kleingruppen angeboten. Hierzu zählen vor allem Massagen, Förderung der Sinne durch  Geruchsdosen, Geräuschdosen, Geschmacksübungen mit Lebensmitteln.

Auch in Kleingruppen werden Bilderbücher gezeigt und Geschichten erzählt, aus denen sich auch oft Rollenspiele entwickeln.

 

 

KREATIVBEREICH

 

Im Gruppenraum haben die Kinder die Möglichkeit am Maltisch frei kreativ arbeiten zu können. In Regalen und Schränken befinden sich die Materialien zu denen die Kinder freien Zugang haben. Kostenloses Material wie z.B. Bierdeckel, Stoff, Wolle, Knöpfe, u.s.w  und verschiedene Größen von Papier stehen den Kindern zur Verfügung.

 Der sachgemäße Umgang mit Schere, Kleber und Papier wird von der Fachkraft vermittelt.

Um die Kreativität der Kinder zu fördern, haben wir uns entschieden überwiegend ohne Schablonen zu arbeiten.

Angeleitete Bastelarbeiten finden in Kleingruppen im Ausweichraum statt. Im Gruppenraum steht jedem Kind sein Ordner zur Verfügung, indem es seine gemalten und gebastelten Arbeiten abheften kann. Diesen Ordner bekommt jedes Kind  nach der Kindergartenzeit als Andenken mit nach Hause.

    

 

WERKSTATT

 

Auf dem Spielplatz ist in einer Holzhütte eine kleine Werkstatt untergebracht. In Kleingruppen wird den Kindern der Umgang mit unterschiedlichen Materialien (Holz, Stein, Metalle u.s.w) und Werkzeugen (Hammer, Zange, Nagel u.s.w.) vermittelt. Freude und Spass beim Tun sowie Phantasie und Kreativität können ausgelebt werden. Die mit viel Geschick erarbeiteten Arbeiten werden im Kindergarten ausgestellt, bevor sie zu Hause aufgestellt werden

 

 

TURNHALLE

 

Dem natürlichem Bewegungsdrang der Kinder wird in der Turnhalle genügend Möglichkeiten geboten. Es werden mit verschiedenen Geräten und Materialien Bewegungsbaulandschaften erstellt, in denen sich die Kinder frei bewegen können.

Außerdem werden auch angeleitete Turnstunden angeboten, wo z.B. mit Seilen, Bällen, Stäben usw. geturnt wird.

Rhythmische Erziehung und Bewegung mit Musik werden auch in diesem Raum durchgeführt. Die Turnhalle steht den Kindern täglich zur Verfügung.

 

 

FLURBEREICH

 

Im unteren und oberen Flurbereich des Kindergartens und unter der Treppe sind verschiedene Spielecken eingerichtet, die während der Freispielphase von den Kindern genutzt werden. Je nach Absprache und Situation können sich dort aus jeder Gruppe 2 – 3 Kinder aufhalten und sich zum Spielen verabreden.

 

 

 

GRUPPEN-BESUCHE

 

In der Freispielzeit geben wir den Kindern die Möglichkeit sich in den einzelnen Gruppen zu besuchen. Jeweils 3 Kinder einer Gruppe können eine andere Gruppe für eine begrenzte Zeit besuchen. Hierbei können bestehende Freundschaften vertieft oder neue Freundschaften geschlossen werden.

 

 

SPIELPLATZ

 

Der Spielplatz  kann während der Freispielphase von den Kindern genutzt werden. Im Wechsel können je nach Absprache bis zu 4 Kinder

aus jeder Gruppe für  eine festgelegte Zeit den Spielplatz und das Außengelände nutzen, der von der jeweiligen Fachkraft einzusehen ist, so dass die Aufsicht verantwortungsvoll gewährleistet ist.

Die Kinder genießen die Zeit sehr, die sie alleine draußen verbringen dürfen, sie entdecken und erforschen  intensiver, als im Trubel mit allen Kindern. Sie sind sehr kreativ und entwickeln mit viel Phantasie zahlreiche Spielideen, da sie die Freiheit genießen und den ganzen Platz für sich haben, der sonst mit vielen Kindern geteilt wird.

Je nach Wetterlage und Gruppensituation geht die gesamte Gruppe mit Beaufsichtigung auf den Spielplatz.

 

 

 

KINDERKREIS

 

Hier treffen sich alle Kinder und Fachkräfte der jeweiligen Gruppe. Sie sitzen gemeinsam in einem Kreis, um hier wichtige Angelegenheiten der Gruppe zu besprechen (wie z.B. Gestaltung des Gruppenraumes, ...).

Außerdem wird im Kinderkreis der Geburtstag der Kinder gefeiert, Geschichten erzählt, Lieder gesungen und Spiele gespielt. Aus der Situation heraus wird an jedem Tag neu entschieden „ob“ und „wann“ der Kinderkreis stattfindet.

 

 

KIKO=KINDERKONFERENZ

 

Den Kindern das Wort geben ist der Grundgedanke der Kinderkonferenz.

Die Kinderkonferenz oder in der Abkürzung auch KIKO genannt, gibt den Kindern die Möglichkeit sich zu beteiligen, Abläufe zu strukturieren (Tagesablauf etc.), eigene Ideen zu äußern, Unmut und Freude auszudrücken, Verantwortung und Empathie zu entwickeln.

Gleichberechtigt entscheiden die Kinder und Fachkräfte den Inhalt der KIKO. Die Ergebnisse und Methoden sind  Kindgerecht gewählt, sodass die Kinder das Ergebnis nachvollziehen können. Es werden Gesprächsregeln entwickelt, wie etwa der Sprechstein, wobei  jedes Kind die Möglichkeit bekommt sich zu äußern und seine Ideen mit einzubringen. Die Kinderkonferenz  findet spontan oder regelmäßig statt, je nach Bedürfnissen der Kinder und Erzieherin.

Durchführung:

Die KIKO findet je nach Bedarf mit  der Gesamtgruppe statt. Jede Gruppe handhabt die Kinderkonferenz individuell. Die Moderation kann sowohl von der jeweiligen Fachkraft übernommen werden als auch von den beteiligten Kindern.

Die KIKO  wird projektbezogen oder aus einem bestimmten Ereignis heraus festgelegt. Die Ideen der Kinder werden gesammelt und besprochen.

Zum Schluss der Kinderkonferenz, gibt es eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse. Die daraus resultierenden Projekte werden festgehalten und umgesetzt.

Ziele der Kinderkonferenzen

Einen respektvollen Umgang miteinander
Aktives zuhören
Die Kinder äußern ihre Ideen und werden dadurch in ihrem Selbstwertgefühl bestärkt.
Diese dient zu Planung der Projektarbeit
Die Frustrationsgrenze der Kinder wird gestärkt, durch das Akzeptieren der Merheitsentscheidungen
Durch das Durchführen von Kinderkonferenzen wird das Empathieverhalten der Kinder gekräftigt
Kinder haben dadurch die Möglichkeit Begebenheiten innerhalb der Einrichtung nachzuvollziehen

 

PROJEKT- Wie entsteht es?

Eine Methode der Wissensvermittlung und der Auseinandersetzung mit dem Alltag der Kinder bietet die Projektarbeit.

Das Wort Projekt kommt aus dem lateinischen und bedeutet „der Entwurf, das Vorhaben“.

Im Kindergarten bezeichnen wir damit ein konkretes Lernen, das unter einer bestimmten Thematik steht, längere Zeit dauert und mit einer Gruppe durchgeführt wird.

Das Projektthema (z.B. Bauernhof) richtet sich in erster Linie nach den Bedürfnissen und Interessen der Kinder.

Manche Projekte entstehen spontan aus einer bestimmten Situation heraus (z.B. Kinder finden eine Raupe und die Kinder wollen mehr über dieses Tier erfahren).

Andere Projekte entwickeln sich auch aus einem Betätigungswunsch der Kinder (z.B. „Wir möchten große Höhlen bauen!“) oder einem  Vorschlag der Kinder.

Die aktive Beteiligung der Kinder bei der        Projektarbeit bedeutet:

Mitbestimmung der Kinder an der Projektfindung,- planung und dem -verlauf
eigene aktive Auseinandersetzung mit dem Thema/Projekt
eigene Interessen erkennen und formulieren
selbst nachdenken
eigene Sichtweisen vertreten
Entscheidungen der Gruppe akzeptieren
ganzheitliches, lebendiges Lernen (Körper – Geist – Seele)

Die Projektarbeit ermöglicht Kindern: Wissen zu erlangen und dabei dem Bedürfnis nach Eigenaktivität, experimentieren und Austausch mit anderen gerecht zu werden.

„Kinder sind – ebenso wie Dichter, Musiker und Naturwissenschaftler –eifrige Forscher und Gestalter. Unsere Aufgabe besteht darin, die Kinder bei ihrer Auseinandersetzung mit der Welt zu unterstützen, wobei all ihre Fähigkeiten, Ausdrucksweisen und Kräfte eingesetzt werden.“  Loris Malaguzzi

 

 

Lerngeschichte? Was ist das?

 

„Es ist eine Schatzsuche.Eine Suche nach den Verborgenen Talenten und Fähigkeiten des Kindes.“

Bei einer Lerngeschichte wird das Kind offenen von der jeweiligen Erzieherin im Spielgeschehen beobachtet. Der Sinn dieser Beobachtung ist es, unvoreingenommen dem Kind zuzuhören und zuzuschauen.

Das Ziel einer Lerngeschichte ist, den Kindern aufzuzeigen, was sie für Fähigkeiten und Fertigkeiten erlangt haben und sie darin zu bestärken.

Die Stärken und Fähigkeiten des Kindes werden hervorgehoben, um es in seiner individuellen Lernaktivität zu bestärken.

Hierbei geht es nicht darum, was die Kinder lernen, sondern wie sie lernen.

Die Erzieherin beobachtet das Kind in einer Spielsituation und dokumentiert hierbei den gesamten Spielverlauf präzise. Dieses wird von der Fachkraft ohne Wertung und eigener Interpretation festgehalten. Die Situation wird so Bildhaft wie möglich aufgeschrieben, hierbei werden Mimik, Gestik und Körperhaltung genau beschrieben. Aus diesem Prozess entsteht dann eine Lerngeschichte, die in einer Anerkennenden und Wertschätzenden Haltung formuliert wird. Eine Lerngeschichte ist an das Kind gerichtet. Diese wird in Briefform aufgeschrieben, um die natürlicher Lust und Freude des Kindes am Lernen und Entdecken zu unterstützen.

Die Lerngeschichte wird dem Kind vorgelesen und für die Eltern sichtbar ausgehangen.